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SGL Group erwartet Sonderabschreibungen

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SGL Group erwartet Sonderabschreibungen

Adhoc

Ad hoc Mitteilung nach § 15 WpHG

Wiesbaden, 21. Dezember 2009. Im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses für das am 31. Dezember endende Geschäftsjahr 2009 nimmt die SGL Group die nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards nach IAS 36 vorgeschriebenen Impairment Tests (Werthaltigkeitsprüfungen) der Firmenwerte (Goodwills) und des Anlagevermögens vor.

In den letzten Jahren hat der Geschäftsbereich Carbon Fibers & Composites substantiell in neue Technologien und in den Aufbau neuer Kapazitäten investiert. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat aufgrund geringerer Nachfrage bzw. aus Finanzierungsgründen zu Projektverschiebungen im Leichtbau, bei alternativen Energien, in der Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie bei sonstigen industriellen Anwendungen geführt. Infolgedessen ist besonders der Geschäftsbereich Carbon Fibers & Composites (CFC) von einer niedrigeren Kapazitätsauslastung und einem temporären Preisrückgang betroffen. Es ist derzeit davon auszugehen, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis wieder ein Nachfrageniveau wie vor der Krise erreicht wird.

In diesem Zusammenhang wird die SGL Group im Geschäftsbereich Carbon Fibers & Composites eine nicht zahlungswirksame Sonderabschreibung auf das Anlagevermögen nach IFRS Regeln vornehmen. Dieser Aufwand wird voraussichtlich zwischen 70 und 80 Mio. Euro liegen.

Unabhängig von dieser buchhalterischen Maßnahme sind die langfristigen Perspektiven für das Carbon Fiber & Composites Geschäft unverändert positiv. Diese Einschätzung stützt sich sowohl auf zusätzliche Aufträge bestehender Kunden als auch auf Aufträge von Neukunden, die sich aufgrund der Expertise bei Carbonfasern und Verbundwerkstoffen sowie der finanziellen Stärke für die SGL Group entscheiden.

In Verbindung mit diesen Werthaltigkeitsprüfungen sind angesichts der globalen Wirtschaftskrise und der daraus resultierenden reduzierten zukünftigen Ergebniserwartungen auch die latenten Steuern der SGL Group neu zu bewerten. Das Unternehmen wird einen Steueraufwand als Folge der Auflösung aktivierter latenter Steuern auf Verlustvorträge ausweisen. Dieser nicht zahlungswirksame Steueraufwand wird einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag nicht überschreiten. Diese Maßnahme schränkt die Möglichkeit einer künftigen Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge nicht ein. Die normalisierte operative Steuerquote bleibt unverändert bei circa 30 %.

Diese Aussagen unterliegen der endgültigen Aufstellung des Konzernabschlusses 2009 sowie der Konzernabschluss-Prüfung.

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