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BMBF fördert neue Lithium-Ionen Pilotanlage in Ulm

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BMBF fördert neue Lithium-Ionen Pilotanlage in Ulm

  • SGL Group begrüßt Förderung durch Ministerium für Bildung und Forschung

Meitingen, 15. Juni 2011. Die SGL Group - The Carbon Company – begrüßt die Absicht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), eine neue Pilotanlage zur Entwicklung und Optimierung von Lithium-Ionen Zellen in Ulm zu fördern.

Betrieben wird die Batterie-Pilotanlage vom Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen Batterien (KLiB). Die 25 Industriepartner des KLiB, darunter BASF, BOSCH, Evonik und die SGL Group werden einen zweistelligen Millionenbetrag in den Betrieb dieser Pilotanlage investieren; das BMBF wird die Forschungsarbeiten fördern. Eine entsprechende Erklärung unterzeichneten Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Hubert Jäger, Konzernforschungsleiter der SGL Group und Vorstandsvorsitzender des KLiB.

„Die geplante Pilotanlage wird uns in die Lage versetzen, neue Verfahren der Zellfertigung aus dem Labor zielgerichtet und schnell in die industrielle Serienfertigung umzusetzen“, erläutert Jäger. Der Standort Ulm wurde aufgrund der bestehenden exzellenten Forschungs-Infrastruktur ausgewählt, wie etwa des ZSW (Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg) und des Anfang 2011 gegründeten und ebenfalls vom BMBF geförderten Helmholtz-Instituts für Energiespeicherung.

Die Zellfertigung gilt als zentrales Element in der Batterieherstellung mit dem höchsten Anteil an der Wertschöpfung. „Hochleistungsfähige, sichere und kostengünstige Batterien sind eine wesentliche Voraussetzung, um Deutschland nicht nur zu einem Leitmarkt, sondern auch zu einem Leitanbieter für Elektromobilitätslösungen entwickeln zu können“, sagt Gerd Wingefeld vom Vorstand der SGL Group, der in der Arbeitgruppe „Materialien und Recycling“ der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) mitwirkt.

Deutschland verfügt über hohe Kompetenzen sowohl in der Materialentwicklung, der Basis für die Zellfertigung, als auch in der anschließenden Systemintegration mehrerer Zellen zu einem Batteriesystem. Bei der wirtschaftlichen Zellfertigung in Großserie jedoch besteht in Deutschland noch erheblicher Nachholbedarf, wichtige Teilaspekte wie die Prozesstechnologien für Zellen- und Batteriefertigung sind durch bereits laufende Förderprojekte noch nicht hinreichend abgedeckt.

Die SGL Group ist im Bereich E-Mobility nicht nur Anbieter von Leichtbaulösungen aus Carbonfaser-Verbundwerkstoff, sondern gleichzeitig einer der großen Produzenten von Graphit- und Carbon-Anodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien.

Die Forschung und Entwicklung fokussiert Zukunftstechnologien zur alternativen Energieerzeugung, Energiespeicherung und Leichtbau und setzt dabei auf enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. „Darin sehen wir den Schlüssel für eine schnelle und marktgerechte Entwicklung, deshalb engagieren wir uns stark für die Bildung und den Ausbau von Kompetenznetzwerken wie dem KLIB“, so Hubert Jäger.

 

Über das Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen Batterien (KLiB)
Um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland in der Schlüsseltechnologie Lithium-Ionen zu stärken, haben sich Industrieunternehmen und anwendungsnahe Forschungsinstitute zum Industrieverbund „Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen Batterien“ (KLiB) zusammengeschlossen. Zu den 25 KLiB-Mitglieder gehören u.a. BASF, Deutsche Accumotive, SGL Group, Hoppecke, Merck, Varta, ads-tec und auch das ZSW. Ziel ist es, die Kompetenzen aus der forschenden und produzierenden Industrie, Großunternehmen genauso wie mittelständischen Unternehmen, der Wissenschaft und dem Handwerk zu bündeln, um im vorwettbewerblichen Umfeld den Hightech- und Produktionsstandort Deutschland zu stärken und zum Leitanbieter von Batterien zu entwickeln. Der Verbund ist in mehrere Arbeitsgruppen untergliedert, zu deren Themen Referenzzellen, Prüfprozeduren, Zellfertigung sowie Qualifizierung und Ausbildung gehören. Zu den Mitgliedern gehören unterschiedliche Akteure der gesamten Wertschöpfungskette von den Batteriematerialien- und Komponentenherstellern, über Unternehmen aus den Bereichen Produktionstechnologie und Automatisierung bis hin zur Zell- und Batteriefertigung.


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