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SGL Group erwirbt Minderheitsbeteiligung der BMW Group am Gemeinschaftsunternehmen SGL Automotive Carbon Fibers (SGL ACF)

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SGL Group erwirbt Minderheitsbeteiligung der BMW Group am Gemeinschaftsunternehmen SGL Automotive Carbon Fibers (SGL ACF)

STANDORTE-MOSES LAKE 7057
  • SGL Carbon SE wird nach schrittweisem Erwerb des 49-Prozent-Anteils alleinige Eigentümerin des bisherigen Joint Ventures SGL ACF werden
  • Zukauf entspricht der Strategie, alle Stufen der Carbonfaser-Wertschöpfungskette aus einer Hand anzubieten
  • Kooperation mit der BMW Group für die Zulieferung von Carbonfaser-Materialien wird fortgesetzt
  • Keine Auswirkungen auf Aktienbeteiligung der BMW AG an der SGL Carbon SE

Wiesbaden/München, 24. November 2017. Die SGL Carbon SE erwirbt die 49-Prozent-Beteiligung der BMW Group an dem Gemeinschaftsunternehmen SGL Automotive Carbon Fibers GmbH & Co. KG (Deutschland) und die Anteile an SGL Automotive Carbon Fibers LLC (USA) - zusammen SGL ACF. Eine entsprechende Vereinbarung haben die SGL Group und die BMW Group heute unterzeichnet. Nach dem Vollzug wird die SGL Group alleinige Eigentümerin der SGL ACF. Die Transaktion steht unter dem üblichen Vorbehalt der Genehmigungen durch die zuständigen Behörden.

„Wir sind stolz auf die Aufbauarbeit, die wir zusammen mit der BMW Group im automobilen Leichtbau geleistet haben. Die Carbonfaser aus unserem Werk in Moses Lake sowie die daraus entwickelten Gelege aus dem Standort Wackersdorf haben sich erfolgreich bewährt. Jetzt ist es an der Zeit, diese Kompetenzen vollständig in die Wertschöpfungskette der SGL Group zu integrieren“, sagt Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der SGL Group.

Für die SGL Group sind Carbonfaser und Carbonfaser-Materialien ein Kernelement der Unternehmensstrategie. Die Übernahme zum jetzigen Zeitpunkt ist für die SGL Group die konsequente Konsolidierung aller wesentlichen Aktivitäten der Wertschöpfungskette von der Carbonfaser über Materialien bis hin zu Komponenten unter dem Dach und damit der Gesamtverantwortung der SGL Group. In diesem Kontext steht auch die vor zwei Wochen angekündigte Übernahme der BENTELER-SGL.

Für die derzeit insgesamt ca. 450 Mitarbeiter von SGL ACF hat die Änderung der Gesellschafterverhältnisse ihres Unternehmens keine unmittelbaren Auswirkungen.

„Die BMW Group setzt auch in Zukunft auf Leichtbau und einen intelligenten Materialmix mit Carbon als bedeutendem Werkstoff“, so Markus Duesmann, Vorstandsmitglied der BMW AG mit Zuständigkeit für Einkauf und Lieferantennetzwerk. Auch beim BMW iNEXT, der 2021 Maßstäbe bei E-Mobilität, autonomem Fahren, Konnektivität und Leichtbau setzen wird, spielt Carbon eine wichtige Rolle. Duesmann weiter: „Die SGL Group ist und bleibt dabei ein maßgeblicher Lieferant und strategischer Partner.“

Die BMW Group hat mit SGL Group eine Vereinbarung zur Fortführung der Geschäftsbeziehung bei zukünftigen Projekten mit Einsatz von Carbon geschlossen.

Die bestehenden Lieferverträge für den Bezug von Carbonprodukten von SGL ACF für den BMW i3, den BMW i8 sowie den BMW 7er bis in das nächste Jahrzehnt bleiben von der Transaktion unberührt. Gleichsam nicht betroffen ist der BMW Group Produktionsbereich CFK Stacken in Wackersdorf. Die Transaktion hat zudem keine Auswirkung auf die Aktienbeteiligung der BMW AG an der SGL Carbon SE in Höhe von 18,3 %. Diese Kapitalbeteiligung steht nicht zur Disposition.

Die Vereinbarung zwischen der SGL Group und der BMW Group sieht einen schrittweisen Erwerb der beiden SGL ACF Unternehmen vor. Zunächst soll die SGL Automotive Carbon Fibers GmbH & Co. KG auf die SGL Group übergehen. Das Closing wird voraussichtlich im Januar 2018 erfolgen. Im zweiten Schritt wird die SGL Automotive Carbon Fibers LLC an die SGL Group übertragen. Hier wird spätestens Ende 2020 mit dem Closing gerechnet.

Das Gemeinschaftsunternehmen SGL ACF wurde im Jahr 2009 mit dem Ziel gegründet, die Verwendung des Leichtbau-Werkstoffs Carbon in der Automobilbranche zu etablieren und die Versorgung der BMW Group mit Carbonfasern und -Gelegen zu sichern. Seither haben sich die SGL Group und die BMW Group durch die gemeinsame Entwicklungsarbeit und den Aufbau zweier Werke eine führende technologische Position im Bereich der Carbonfaser-Verbundwerkstoffe erarbeitet. Bereits bei der Gründung des Joint Ventures wurde eine Übernahme der BMW Group Anteile durch die SGL Group als Möglichkeit vorgesehen. Entsprechend wurde seinerzeit die Anteilsverteilung auf 51 Prozent SGL Group und 49 Prozent BMW Group ausgelegt.

SGL ACF betreibt seine Produktion in Moses Lake im US-Bundesstaat Washington und im bayerischen Wackersdorf. Moses Lake ist das modernste und nachhaltigste Carbonfaserwerk weltweit. Dort wird eine spezielle, für Serienanwendungen optimierte Carbonfaser hergestellt. Durch die Übernahme bietet sich für die SGL Group die Möglichkeit, am Standort die Aktivitäten im Bereich Fasern und Verbundwerkstoffe im nordamerikanischen Markt weiter auszubauen. Im zweiten Werk in Wackersdorf wird die Carbonfaser zu Gelegen und Vliesen weiterverarbeitet. Daraus stellt die BMW Group Komponenten zum Beispiel für die Fahrgastzelle des i3 oder des i8 sowie einzelne Bauteile für die 7er-Serie her. Zudem betreibt SGL ACF am Standort Anlagen zur Aufbereitung von Produktionsreststoffen und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Kostensenkung in der CFK-Prozesskette. Im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete SGL ACF rund 90 Millionen Euro Umsatz.

SGL ACF wird in Zukunft vollständig dem Geschäftsbereich Composites – Fibers & Materials (CFM) zugeordnet. Innerhalb dieses Bereichs verfügt die SGL Group über profunde Entwicklungs- und Produktionskompetenz für Fasern, speziell für Acrylfasern, oxidierte Fasern und Carbonfasern, sowie für Faserverbundwerkstoff-Materialien. Parallel baut die SGL Group ein Lightweight and Application Center (LAC) in Meitingen auf. Dort werden Produkte und die dazugehörigen Produktionsverfahren für großserienfähige Leichtbaukomponenten entwickelt. Zum Geschäftsbereich CFM gehört zukünftig ebenfalls das ehemalige Gemeinschaftsunternehmen BENTELER-SGL. Das Unternehmen zählt zu den führenden Entwicklern und Großserienherstellern von Leichtbauteilen aus Verbundwerkstoffen (auf Basis von Glas- und Carbonfasern) für den Automobilbereich. Anfang November hatte die SGL Group bekanntgegeben, die übrigen 50 Prozent dieses Joint Ventures von Benteler – vorbehaltlich der behördlichen Zustimmungen – zu übernehmen.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen an:

SGL Group Unternehmenskommunikation

Andreas Pütz

Tel. +49 611 6029-100

presse@sglgroup.com

www.sglgroup.com

 

BMW Group Wirtschafts- und Finanzkommunikation

Max-Morten Borgmann

Tel. +49 89 382 24118

max-morten.borgmann@bmwgroup.com

www.press.bmw.de

 

Die SGL Group – The Carbon Company

Die SGL Group ist ein weltweit führender Hersteller von Produkten und Materialien aus Carbon (Kohlenstoff). Das umfassende Produktportfolio reicht von Carbon- und Graphitprodukten über Carbonfasern bis hin zu Verbundwerkstoffen. Die Kernkompetenzen der SGL Group sind die Beherrschung von Hochtemperaturtechnologien sowie der Einsatz von langjährigem Anwendungs- und Engineering-Know-how. Damit wird die breite Werkstoffbasis des Unternehmens ausgeschöpft. Diese auf Kohlenstoff basierenden Materialien kombinieren mehrere einzigartige Materialeigenschaften wie die sehr gute Strom- und Wärmeleitfähigkeit, Hitze- und Korrosionsbeständigkeit sowie Leichtigkeit bei gleichzeitiger hoher Festigkeit. Die Hochleistungsmaterialien und -produkte der SGL Group werden aufgrund der Industrialisierung der Wachstumsregionen Asiens und Lateinamerikas und der fortschreitenden Substitution traditioneller Werkstoffe durch neue Materialien zunehmend nachgefragt. Die Produkte der SGL Group werden in der Automobilindustrie und der Chemiebranche eingesetzt sowie in der Halbleiter-, Solar-, LED-Branche oder bei Lithium-Ionen-Batterien. Carbonbasierte Materialien und Produkte werden zudem auch in der Windenergie-, der Luft- und Raumfahrt als auch in der Verteidigungsindustrie verwendet.

Mit 34 Produktionsstandorten in Europa, Nordamerika und Asien sowie einem Servicenetz in über 100 Ländern ist die SGL Group ein global ausgerichtetes Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2016 erwirtschafteten rund 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Umsatz von 769,8 Mio. Euro.

Die Hauptverwaltung hat ihren Sitz in Wiesbaden/Deutschland.

 

Die BMW Group

Die BMW Group ist mit ihren Marken BMW, MINI, Rolls-Royce und BMW Motorrad der weltweit führende Premium-Hersteller von Automobilen und Motorrädern und Anbieter von Premium-Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen. Als internationaler Konzern betreibt das Unternehmen 31 Produktions- und Montagestätten in 14 Ländern sowie ein globales Vertriebsnetzwerk mit Vertretungen in über 140 Ländern.

Im Jahr 2016 erzielte die BMW Group einen weltweiten Absatz von rund 2,367 Millionen Automobilen und 145.000 Motorrädern. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf rund 9,67 Mrd. €, der Umsatz auf 94,16 Mrd. €. Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte das Unternehmen weltweit 124.729 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Seit jeher sind langfristiges Denken und verantwortungsvolles Handeln die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolges der BMW Group. Das Unternehmen hat ökologische und soziale Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette, umfassende Produktverantwortung sowie ein klares Bekenntnis zur Schonung von Ressourcen fest in seiner Strategie verankert.

Wichtiger Hinweis:

Soweit unsere Pressemitteilung in die Zukunft gerichtete Aussagen enthält, beruhen sie auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen und unseren aktuellen Prognosen und Annahmen. Naturgemäß sind zukunftsgerichtete Aussagen mit bekannten wie auch unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Einschätzungen abweichen können. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen z. B. nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld unserer Hauptkundenindustrien wie z. B. der Elektrostahlproduktion, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir u. a. in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kosteneinsparungsprogrammen. Die SGL Group übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen anzupassen oder sonst zu aktualisieren.


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