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SGL Group definiert weitere strategische Meilensteine für langfristig profitables Wachstum

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SGL Group definiert weitere strategische Meilensteine für langfristig profitables Wachstum

  • Ausrichtung der Geschäftsbereiche auf unterschiedliche Marktanforderungen
  • Wachstumsinitiative für Graphite Materials & Systems und Carbon Fibers & Materials: Organisches Umsatzwachstum um ca. 50% bis 2020 sowie Nutzung selektiver externer Wachstumschancen geplant
  • Verselbstständigung des Geschäftsbereichs Performance Products: Anpassung des Geschäftsmodells und Flexibilität für strategische Optionen

Wiesbaden, 7. Juli 2015. Vorstand und Aufsichtsrat der SGL Group – The Carbon Company – haben in der heutigen Aufsichtsratssitzung weitere strategische Meilensteine zur langfristigen Sicherung des profitablen Wachstums definiert. Zum einen wurde für die Geschäftsbereiche Graphite Materials & Systems (GMS) und Carbon Fibers & Materials (CFM) eine umfassende Wachstumsinitiative beschlossen, mit der bis 2020 ein organisches Umsatzwachstum um rund 50% im Vergleich zu 2014 angestrebt wird. Außerdem sind selektive externe Wachstumsschritte zur Ergänzung des Portfolios bezüglich Technologie- und Marktpositionen geplant. Zum anderen soll der Geschäftsbereich Performance Products (PP) innerhalb der SGL Group rechtlich verselbstständigt werden. Mit dieser Maßnahme kann die Einheit ihr Geschäftsmodell zukünftig optimal an die veränderten Marktbedingungen insbesondere bei Graphitelektroden anpassen. Darüber hinaus eröffnet dieser Schritt erhöhte Flexibilität für strategische Optionen.

Die aktuellen Entscheidungen erfolgen als konsequente Weiterentwicklung der SGL Group, die im Herbst 2013 mit dem konzernweiten Kosteneinsparungsprogramm SGL2015 begonnen und im September 2014 mit der Bekanntgabe der strategischen Eckpunkte fortgesetzt wurde. Oberstes finanzielles Ziel bleibt es, die Kapitalrendite (ROCE auf EBITDA-Basis) sowohl im Konzern als auch in den Geschäftsbereichen mittelfristig auf mindestens 15% zu verbessern.

„Mit der Wachstumsinitiative für die Geschäftsbereiche GMS und CFM sowie der Verselbstständigung des Geschäftsbereichs PP vollziehen wir nun einen weiteren wichtigen strategischen Schritt im Zuge der Neuausrichtung der SGL Group. Mit der neuen Aufstellung können wir unsere Aktivitäten zielgerichteter auf die Herausforderungen und vielfältigen Wachstumschancen in den jeweiligen Geschäften ausrichten und öffnen uns zudem für neue strategische Optionen im Geschäftsbereich PP“, so Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der SGL Group.

Wachstumsinitiative bei GMS und CFM: Dynamischer Umsatzanstieg bis 2020 angestrebt

Die Geschäftsbereiche GMS und CFM sind bereits heute gekennzeichnet durch dynamische Markt- und Produktentwicklungen mit deutlich überdurchschnittlichen Wachstums-potenzialen. Die SGL Group tritt mit ihren innovativen Carbon- und Graphitprodukten als „Enabler“ für Produktionsprozesse und für Produkte ihrer Kunden auf, die globale Megatrends wie Mobilität, Digitalisierung, Energieeffizienz und Urbanisierung bedienen. Dabei werden den Kunden maßgeschneiderte Anwendungen über die gesamte materialbezogene Wertschöpfungskette angeboten. Im Geschäftsbereich GMS sind hier beispielsweise Anodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien und bei CFM carbonfaserbasierte Verbundmaterialien unter anderem für den automobilen Leichtbau zu nennen.

Die beiden Geschäftsbereiche wiesen in 2014 einen kombinierten Umsatz von 737 Mio. € und ein EBIT vor Sondereinflüssen von 17 Mio. € aus. Während GMS in der jüngsten Vergangenheit die Zielrenditen erreicht hat, soll CFM im laufenden Jahr den Turnaround vollziehen. Im Rahmen eines beschleunigten organischen Wachstums soll die Marktposition beider Geschäftsbereiche entlang der Wertschöpfungskette ausgebaut sowie die Prozesse und Kosten in den Einheiten weiter optimiert werden. Der kombinierte Umsatz soll bis 2020 um ca. 50% gesteigert werden, bei gleichzeitiger Erfüllung der avisierten Mindestkapitalrendite (ROCE) von 15%. Darüber hinaus ist geplant, selektive externe Wachstumschancen zu nutzen. Diese sollen primär der Ergänzung des Portfolios bezüglich technologischer Kompetenzen und regionaler Marktpositionen dienen.

Verselbstständigung von PP: Anpassung des Geschäftsmodells und Flexibilität für strategische Optionen

Das Geschäftsmodell der PP wird zunehmend auf standardisierte Produkte für zyklische Märkte ausgerichtet, die eher langfristig Wachstumspotenziale aufweisen. Dies erfolgt vor dem Hintergrund der veränderten Rahmenbedingungen insbesondere bei den Graphitelektroden. Die entsprechenden Maßnahmen sollen die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit des Geschäftsbereichs weiter sicherstellen. Gleichzeitig eröffnet die Verselbstständigung des Geschäftsbereichs die Chance, flexibel auf strategische Optionen zu reagieren, die sich möglicherweise in der Branche ergeben werden. Damit schafft sich die SGL Group Freiräume, unter Umständen an möglichen zukünftigen Konsolidierungsszenarien in der Graphitelektrodenindustrie teilnehmen zu können. Es wird angestrebt, die rechtliche Verselbstständigung bis spätestens Ende des Geschäftsjahres 2016 zu vollziehen.

Im Geschäftsjahr 2014 hatte PP einen Umsatz von 588 Mio. € und ein EBIT vor Sondereinflüssen von 26 Mio. € ausgewiesen. In der Einheit werden neben den Graphitelektroden wie bisher auch die Geschäfte mit Kathoden für die Aluminiumindustrie, Kohlenstoffelektroden sowie Hochofenauskleidungen enthalten sein.

Kosteneinsparungsprogramm SGL2015 weitestgehend abgeschlossen, Optimierung der Geschäftsprozesse läuft auf Hochtouren

Die strategische Neuausrichtung der SGL Group beinhaltet neben der Weiterentwicklung der Konzernstrategie und des Unternehmensportfolios auch das Kosteneinsparungsprogramm SGL2015 sowie eine generelle Überprüfung der Geschäftsprozesse. Durch SGL2015 sollen Einsparungen von mehr als 240 Mio. € realisiert werden, von denen bis Ende des ersten Quartals 2015 bereits 172 Mio. € erzielt wurden. SGL2015 wird in diesem Jahr bereits weitestgehend abgeschlossen sein. Für die weitere Optimierung der Geschäftsabläufe wurde zu Beginn dieses Jahres ein zusätzliches Konzernprogramm namens „Business Process Excellence (BPX)“ aufgesetzt, das zentrale Prozesse weiter vereinfachen und vereinheitlichen und damit zusätzliche nachhaltige Verbesserungen realisieren soll. Im ersten Schritt fokussiert sich das Programm derzeit auf die Bereiche Einkauf, Lieferkettenmanagement und Vertrieb.


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