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SGL Group und BASF schließen die gemeinsame Materialforschung eines innovativen Polyamid-Carbonfaser-Verbundmaterials erfolgreich ab

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SGL Group und BASF schließen die gemeinsame Materialforschung eines innovativen Polyamid-Carbonfaser-Verbundmaterials erfolgreich ab

  • Carbonfaser-basiertes Werkstoffsystem auf Basis reaktiven Polyamids entwickelt
  • Transfer in konkrete Anwendungen für die Automobilindustrie als nächster Schritt

Wiesbaden/Ludwigshafen, 9. März 2015. Die SGL Group – The Carbon Company und das Chemieunternehmen BASF haben die gemeinsame Materialforschung eines Composite-Materials als wichtigen Entwicklungsschritt ihrer Kooperation abgeschlossen. Das Materialsystem ermöglicht die kosteneffiziente Herstellung von thermoplastischen Carbonfaser-Verbundwerkstoffen beispielsweise im Injektionsverfahren (T-RTM: thermoplastisches Resin Transfer Molding) sowie im reaktiven Spritzguss. Das Verbundmaterial basiert auf einem reaktiven Polyamidsystem und dafür geeigneten Carbonfasern. Die schnelle Fertigung von leichten Strukturbauteilen beispielsweise für die Automobilindustrie wird durch eine auf das Matrixsystem abgestimmte Carbonfaseroberfläche, die so genannte Schlichte, sowie maßgeschneiderte thermoplastische Reaktivsysteme ermöglicht.

 

Die Kooperation zwischen SGL Group und BASF war im Oktober 2012 gestartet worden. Auf Basis der abgeschlossenen Materialforschung findet nun der Transfer der speziellen Systeme aus Carbonfasern und Matrices in konkrete Anwendungen von Kunden aus der Automobilindustrie statt.

 

Maßgeschneiderte Lösungen

SGL Group entwickelte im Rahmen der Kooperation eine neue Schlichteformulierung für die Carbonfaser. Weiterhin wurden darauf abgestimmte Prozesse zur Fertigung von Carbonfaser-basierten Textilien wie Geweben, Gelegen oder Geflechten entwickelt. Für die Herstellung von Multi-Axial-Gelegen werden dabei passende Nähgarne verwendet, die eine Verarbeitung im reaktiven Polyamidsystem ermöglichen.

 

BASF hat im Rahmen der Zusammenarbeit die neu entwickelten Carbonfasern der SGL Group im T-RTM Prozess verarbeitet sowie umfassend chemisch und mechanisch charakterisiert. Die Forschung der BASF arbeitet weiter intensiv an der Entwicklung von thermoplastischen Reaktivsystemen auf Basis von Caprolactam.

 

Tilo Hauke, Konzernforschungsleiter der SGL Group: „Von zentraler Bedeutung für innovative Verbundwerkstoffe auf Basis reaktiven Polyamids ist das Zusammenspiel aller Komponenten. Die SGL Group, mit ihrem umfangreichen Material-Knowhow, hat im Rahmen der Kooperation maßgeschneiderte Lösungen für die Schlichte und die Faserverarbeitung eingebracht.“

 

Josef R. Wünsch, Leiter der Forschung Structural Materials and Systems bei der BASF: „In enger Kooperation mit Anlagenherstellern sowie Verarbeitern und Automobil-OEMs arbeiten wir an der Entwicklung von robusten Polyamid 6-Carbonfaser-Verbundwerkstoffsystemen. Die sich aus der Faser-Matrix Interaktion ergebenden mechanischen Kennwerte sind eine sehr wichtige Eingangsgröße für unser Simulationstool Ultrasim®. Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Erweiterung unserer Simulationskompetenzen für Reaktivsysteme, um unsere Kunden kompetent bei der Bauteilauslegung und -optimierung zu unterstützen.“

 

Einzigartige Materialeigenschaften

Carbonfaser-Verbundwerkstoffe auf Basis von Thermoplasten kombinieren Carbonfaser-Eigenschaften wie hohe Steifigkeit und geringes Gewicht mit den klassischen Verarbeitungsvorteilen der Thermoplaste. Sie lassen sich umformen, rezyklieren und verschweißen. Damit stärken sie die Entwicklung der Carbonfasertechnologie zur Großserientauglichkeit in vielen verschiedenen Anwendungsbereichen.

 

 

Über BASF

BASF steht für Chemie, die verbindet – seit nunmehr 150 Jahren. Unser Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen, Veredlungsprodukten und Pflanzenschutzmitteln bis hin zu Öl und Gas. Als das weltweit führende Chemieunternehmen verbinden wir wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit Forschung und Innovation unterstützen wir unsere Kunden in nahezu allen Branchen, heute und in Zukunft die Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Unsere Produkte und Lösungen tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen, Ernährung zu sichern und die Lebensqualität zu verbessern. Den Beitrag der BASF haben wir in unserem Unternehmenszweck zusammengefasst: We create chemistry for a sustainable future. BASF erzielte 2014 einen Umsatz von über 74 Milliarden € und beschäftigte am Jahresende rund 113.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und Zürich (AN). Weitere Informationen zur BASF im Internet unter www.basf.com.

 

Pressekontakt BASF:

Dr. Ulla Biernat

E-Mail: ulla.biernat@basf.com

Telefon: + 49 621 60-42241


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